Makula Behandlung in Köln-Braunsfeld

Schonende Therapie von Makuladegeneration & Makulaödem

Erkrankungen der Makula gehören zu den häufigsten Ursachen einer Sehverschlechterung im höheren Alter. In unserer Praxis behandeln wir diese Erkrankungen seit vielen Jahren mit großer Erfahrung, moderner Diagnostik und schonenden Therapieverfahren.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Makulaödemen und feuchter Makuladegeneration mittels intravitrealer Injektionen – einer in der Regel schmerzfreien Therapie zum Erhalt des Sehvermögens. Wir arbeiten nach den aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien, bilden uns regelmäßig fort und lassen uns jedes Jahr erneut für die Behandlung mit intravitrealen Injektionen zertifizieren.

OP Team Makula Therapie

Für alle Fragen

Makula-Therapie | Ambulant & schmerzarm

Ein Makulaödem lässt sich heute in den meisten Fällen gut behandeln. Die wirksamste Methode ist die intravitreale Injektionstherapie, bei der ein Medikament in den Glaskörper gespritzt wird. Auch wenn die Vorstellung zunächst beunruhigend erscheint, handelt es sich um einen normalerweise schmerzfreien Eingriff, der seit vielen Jahren etabliert ist. Das Ziel der Behandlung ist, die Schwellung zu reduzieren und das zentrale Sehen zu stabilisieren. Viele Patienten berichten bereits nach wenigen Injektionen über ein klareres, weniger verzerrtes Bild.

Diagnostik Makula Behandlung


Vor der ersten Behandlung wird eine Schichtaufnahme der Makula (OCT) durchgeführt, um das Makulaödem darzustellen. Einmalig wird zur weiteren Diagnosesicherung eine Fluoreszenzangiographie durchgeführt. Dabei wird Ihnen über einen peripheren venösen Zugang ein Farbstoff eingespritzt, mit dessen Hilfe wir die Netzhaut – und Aderhautveränderungen im Auge besser beurteilen können. Im weiteren Verlauf reichen in der Regel Schichtaufnahmen der Makula (OCT) aus. Diese sind kontaktlos und völlig schmerzfrei.

Ablauf | Intravitreale Injektionen

Die Behandlung dauert in der Regel nur wenige Minuten und erfolgt ambulant in unseren Operationsräumen vor Ort.

  • Das Auge wird mit Augentropfen betäubt.
  • Es erfolgt eine Hautdesinfektion um das Auge herum und eine Desinfektion der Augenoberfläche.
  • Danach wird das Gesicht mit einem Tuch abgedeckt. Ein Lidsperrer unterstützt sie dabei, das Auge offen zu halten.
  • Die Injektion mit einer sehr dünnen Nadel dauert nur einen Moment – die meisten spüren lediglich einen leichten Druck oder gar nichts.

Danach können Sie die Praxis sofort wieder verlassen.

Mehr Informationen zu Intravitrealen Injektionen

Nach der Injektion

Es ist möglich, dass das Auge nach der Behandlung gerötet ist und Sie ein Fremdkörpergefühl verspüren. Dies lässt sich gut mit befeuchtenden Augentropfen behandeln. In der Regel legen sich diese Beschwerden schnell.

Autofahren dürfen Sie am selben Tag nicht mehr.

Zwischen dem 2. und 5. postoperativen Tag erfolgt eine Kontrolluntersuchung in unserer Praxis, um die Heilung zu sichern und Ihre Fragen zu klären.

Wie oft brauche ich eine Injektion?

Zu Beginn werden meist drei Injektionen in monatlichen Abständen gegeben. Diese Aufsättigungsphase ist wichtig, um die Schwellung zuverlässig zurückzudrängen.

Danach richtet sich das Intervall individuell nach dem Befund Ihres Auges. Im 1. Behandlungsjahr liegt die durchschnittliche Behandlungsquote zwischen 7 und 10 intravitrealen Injektionen.

Ein bestehendes Makulaödem aufgrund einer feuchten Makuladegeneration, einer Thrombose oder eines Diabetes ist häufig chronisch. Dies bedeutet, dass regelmäßige Kontrollen erfolgen sollten. Auch Jahre nach der letzten erforderlichen Injektion kann es zu einer erneuten Aktivität der Erkrankung kommen. Bei der feuchten Makuladegenerationen ist das Risiko erhöht, dass das gesunde Partnerauge ebenfalls im weiteren Verlauf erkrankt.

Wir passen das Therapieschema immer an Ihre Situation an, und zwar so zurückhaltend wie möglich, aber so konsequent wie nötig.

Welche Ergebnisse kann ich erwarten?

Ziel der Behandlung ist es vor allem, das Sehen zu stabilisieren und weitere Verschlechterungen zu verhindern.
In vielen Fällen verbessert sich das Sehen zusätzlich – verzerrte Linien werden klarer, Lesen fällt wieder leichter und der zentrale Fleck wird kleiner oder verschwindet ganz.

Wichtig ist: Je früher die Therapie beginnt, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Risiken & Sicherheit

Die Behandlung ist seit vielen Jahren weltweit etabliert und wird millionenfach sicher durchgeführt. Häufig sind nur leichte Reizungen oder Rötungen für ein bis zwei Tage spürbar.

Schwere Komplikationen wie Infektionen sind sehr selten – um dieses Risiko weiter zu minimieren, halten wir strenge Hygienestandards ein und kontrollieren das Auge engmaschig.

Kosten der Makula Therapie

In der Regel übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Therapie vollständig.

Bevor die Behandlung beginnt, bestätigen wir die Diagnose mittels Fluoreszenzangiographie. Dies ist für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse erforderlich.

Was ist die Makula?

Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut und ist für ca 95% Prozent des Seheindrucks verantwortlich. Mit ihr lesen wir, erkennen Gesichter und nehmen feine Details wahr. Wenn die Makula erkrankt oder anschwillt, kann das Sehen verzerrt oder unscharf werden.

Makuladegeneration & Makulaödem

Ein Makulaödem entsteht, wenn feine Gefäße der Netzhaut oder Aderhaut durchlässig werden und Flüssigkeit in das Gewebe der Makula austritt. Die dadurch entstehende Schwellung kann das zentrale Sehen verzerren und eine verschwommene Sicht verursachen. Ein Ödem kann bei verschiedenen Augenerkrankungen auftreten, während die Makuladegeneration eine eigene degenerative Erkrankung der Makula ist.

Makula Erkrankungen

Feuchte altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Die feuchte AMD ist die häufigste Ursache für eine plötzliche Verschlechterung des zentralen Sehens im höheren Alter. Durch neu gebildete, durchlässige Gefäße kann sich Flüssigkeit im Bereich der Makula ansammeln.

Symptome und Behandlung
  • Verzerrtes Sehen, wellige Linien (gerade Linien erscheinen verbogen oder wellig)
  • Zentrale Unschärfe oder grauer Fleck
  • Probleme beim Lesen
  • Farben wirken blasser
  • Rasche Verschlechterung innerhalb weniger Wochen möglich

Behandlung: regelmäßige intravitreale Injektionen (Anti-VEGF-Medikamente), um Gefäßneubildung zu stoppen.

Häufigkeit: ~50 bis 60 % der Fälle therapiebedürftiger Makulaerkrankungen

Diabetisches Makulaödem (DMÖ)

Infolge eines Diabetes mellitus können die feinen Netzhautgefäße geschädigt werden, diese werden durchlässig und es kann zu einer Schwellung im Bereich der Makula kommen.

Symptome und Behandlung
  • Verschwommenes Sehen (Unschärfe beim Fixieren)
  • Kontrastarme Wahrnehmung (hell – dunkel verschwimmt)
  • Schwierigkeiten beim Lesen
  • Verzerrtes Sehen, wellige Linien

Behandlung: Injektionen (Anti-VEGF oder Kortison), um Flüssigkeit zu reduzieren und die Makula zu stabilisieren.
Verbesserbar durch gute Blutzucker- / Blutdruckkontrolle.


Außerdem kann in einigen Fällen eine ergänzende Lasertherapie der Netzhaut notwendig werden.

Häufigkeit: ~25 bis 30 % der Fälle therapiebedürftiger Makulaerkrankungen

Weitere Ursachen von Makulaödemen

Makulaödeme können auch durch andere Erkrankungen oder Belastungen verursacht werden.

Weitere Entstehungsgründe (u.a.)
  • Makulaödem nach Gefäßverschluss (retinaler Venenverschluss)
  • Pathologische Kurzsichtigkeit (Myopie)
  • Entzündungen im Auge
  • Nach Augenoperationen
  • Medikamente
  • Andere seltene Netzhaut- und Aderhauterkrankungen

Für alle Fragen

FAQ | Makula-Therapie in unserer Praxis

Kann man eine Makuladegeneration behandeln?

Ja. Die feuchte Makuladegeneration lässt sich heute sehr gut behandeln. Mit regelmäßigen Injektionen kann die Aktivität der Erkrankung gestoppt oder deutlich verlangsamt werden – oft verbessert sich das zentrale Sehen. Die trockene Form verläuft langsamer, kann aber in eine feuchte Form übergehen.

Entscheidend ist immer die frühe Diagnose: Die Chancen, das zentrale Sehen zu erhalten werden dadurch deutlich besser.

Was ist das beste Medikament gegen Makuladegeneration?

Die Wahl des Medikaments hängt immer vom individuellen Befund ab. Bei der feuchten Makuladegeneration werden moderne Anti-VEGF-Wirkstoffe eingesetzt, die nachweislich wirksam sind und die Aktivität der Erkrankung bremsen können. Es gibt verschiedene Medikamente, die eingesetzt werden. Welches Medikament im Einzelfall am sinnvollsten ist, entscheiden wir anhand des Krankheitsverlaufs und der Bildgebung.

Was zahlt die Krankenkasse bei Makula?

In Regel übernimmt die Krankenkasse die Therapie mit Intravitrealen Injektionen im vollen Umfang.

Hat man Schmerzen bei Makuladegeneration? Verursacht die Spritzen-Therapie Schmerzen?

Nein, die Makuladegeneration selbst verursacht keine Schmerzen. Auch die Behandlung mit intravitrealen Injektionen ist dank Betäubung in der Regel schmerzfrei. Viele Patienten spüren dabei höchstens einen kurzen Druck oder gar nichts.

Wie oft muss bei Makuladegeneration gespritzt werden?

Die genaue Häufigkeit richtet sich immer nach dem individuellen Befund. Zu Beginn wird die Behandlung mit drei Injektionen in 4-wöchigen Abständen gestartet, anschließend können die Intervalle je nach Stabilität des Befunds oft verlängert werden.

FAQ | Allgemeine Fragen zu Makula Erkrankungen

Welche Symptome treten bei Makuladegeneration auf?

Typische Symptome sind verzerrte Linien, eine zentrale Unschärfe und Schwierigkeiten beim Lesen. Oft wirken Farben blasser oder ein grauer Fleck erscheint im Zentrum des Blickfeldes. Das äußere Gesichtsfeld bleibt dabei unverändert, sodass Betroffene Veränderungen meist nur beim Fixieren bemerken.

Ist Makuladegeneration operierbar?

Nein, die Makuladegeneration selbst kann nicht operiert werden. Operationen kommen nur in besonderen Ausnahmen infrage, etwa bei größeren Blutungen unter der Netzhaut. Für den Verlauf der Makuladegeneration ist jedoch die medikamentöse Therapie entscheidend, nicht ein chirurgischer Eingriff.

Wie lange dauert es, bis man bei einer Makuladegeneration sein Sehvermögen verliert?

Unbehandelt kann die feuchte Makuladegeneration innerhalb von Wochen bis wenigen Monaten zu einer deutlichen Verschlechterung des zentralen Sehens führen. Unter regelmäßiger Behandlung bleibt das Sehen bei vielen Betroffenen jedoch über Jahre stabil. Die trockene Form schreitet in der Regel langsam voran und verändert sich meist schleichend. Ein vollständiger Verlust des Sehvermögens tritt bei beiden Formen nicht auf, das äußere Gesichtsfeld bleibt erhalten.

Was ist schlimmer, die feuchte oder die trockene Makula?

Die feuchte Form gilt als aggressiver, weil sie ohne Behandlung schnell zu einer deutlichen Verschlechterung des zentralen Sehens führen kann. Die trockene Makuladegeneration verläuft meist langsamer. Beide Formen sollten jedoch regelmäßig kontrolliert werden, da sich auch die trockene Form in eine feuchte Form umwandeln kann.

Was kann ich selbst bei Makuladegeneration tun?

Sie können den Verlauf der Makuladegeneration positiv beeinflussen, indem Sie einige Risikofaktoren reduzieren. Rauchen gilt als einer der größten dieser Risikofaktoren und kann den Verlauf der Erkrankung ungünstig beeinflussen. Eine ausgewogene, antioxidantienreiche Ernährung mit viel Gemüse, Fisch und Nüssen kann die Netzhautfunktion unterstützen. Eine gute Einstellung des Blutdrucks, Blutzuckers und der Blutfettwerte können sich positiv auswirken.

Bei der trockenen Form können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel (nach AREDS-2) sinnvoll sein. Zusätzlich sind regelmäßige augenärztliche Kontrollen wichtig, sowie unterstützend kurze Selbsttests mit einem Amsler-Gitter. Hiermit können Veränderungen manchmal früher wahrgenommen werden.

Welche Pflegestufe bekommt man bei Makulaerkrankungen?

Eine Makuladegeneration führt nicht automatisch zu einem Pflegegrad. Entscheidend ist, wie stark das Sehen im Alltag eingeschränkt ist und ob dadurch regelmäßige Unterstützung nötig wird. Bei ausgeprägter Sehbehinderung kann ein Pflegegrad möglich sein, die Einstufung erfolgt jedoch immer individuell durch den Medizinischen Dienst.